Burg Creuzburg

Die mittelalterliche Höhenburg in Creuzburg liegt mitten im Ort wachend über dem Werratal. Sie gilt als Schwesternburg der Wartburg bei Eisenach. Auf der Creuzburg residierten die Ludowinger und sie war bevorzugter Aufenthaltsort der Landgräfin Elisabeth von Thüringen, welche später zur Nationalheldin des Mittelalters werden sollte. Ihr Sohn Hermann erblickte hier 1222 das Licht der Welt. Landgraf Ludwig IV., auf den auch die Werrabrücke und die Liboriuskapelle zurückgehen, ließ die Burg ab 1165 errichten. Der Überlieferung nach wurde sie auf die Grundmauern eines ehemaligen Klosters gebaut. Die meisten Teile der romanischen Ringmauerburg sind noch original erhalten. Während des Thüringischen Erbfolgekrieges musste die Burg zahlreichen Belagerungen standhalten. Später unter wettinischer Herrschaft wurde die Burg Sitz des Verwaltungsamtes Creuzburg. Ab dem 15. Jahrhundert sank jedoch ihr militärischer Wert und sie diente fortan meist nur als Herberge für durchziehende Heere. Im 18. Jahrhundert beauftragte der sächsische Herzog Johann Wilhelm seinen Landesbaumeister Gottfried Heinrich Krohne, die Burg zu einer Schlossanlage umzubauen. Aus dieser Zeit stammen das Herzoghaus, die Remisen und die Skulpturen im Schlosspark. 1899 erwarb ein Herr von Dreyse das Anwesen. 1921 kaufte der Erfurter Hotelier und Mäzen Georg Kossenhaschen die Creuzburg, ließ sie künstlerisch ausbauen und machte sie zu seinem privaten Wohnsitz. Wie durch ein Wunder erlitt die Burg bei den schweren Gefechten am 1. April 1945 nur leichte Schäden und wurde später von amerikanischen Truppen besetzt. Die Familie Kossenhaschen wurde nach dem Einzug der sowjetischen Besatzer entschädigungslos enteignet. Leider ging die wertvolle Innenausstattung weitestgehend verloren. Zu DDR-Zeiten war die Burg Grenzkaserne, später Schule und Ferienlager und musste 1975 baupolizeilich aufgrund von ausgebliebener Instandsetzung gesperrt werden. Die 1981 gegründete Interessengemeinschaft Die Creuzburg konnte die Gebäude schrittweise enttrümmern und sanieren. So wurde die Burg bis 1991 der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Bis 1997 wurden Umbauarbeiten für einen zukünftigen Hotelbetrieb vorgenommen.  Heute befindet sich neben einem Museum das Hotel & Restaurant Auf der Creuzburg in den alten Gemäuern. Der Werratal-Radweg führt in Sichtweite nah an der Creuzburg vorbei. Es lohnt sich, die Geschichten hintern den Mauern während einer Rast zu entdecken. Vom Burggelände kann man den Blick über die Landschaft schweifen lassen.

Dieser Text ist gekürzt.

Adresse: Auf der Creuzburg 1, 99831 Amt Creuzburg OT Creuzburg

Telefon: +49 36926 98047

E-Mail:

Web: https://www.amt-creuzburg.de

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gültig vom 01.04.2026 bis 31.10.2026

Datenquelle ThüCAT - Keine Gewähr auf Richtigkeit.

Kostenfrei: Ja

ÖPNV: 300m

Öffentlich zugänglich: ja

Freier Eintritt: ja